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== Familie == Thiersch war Sohn des Altphilologen Friedrich Thiersch und dessen Frau Amalie geborene Löffler (1794–1878). 1858 heiratete er Johanna Liebig, Tochter von Justus von Liebig. Seine Schwägerin Agnes Liebig heiratete den Schriftsteller und Philosophen Moriz Carrière. Aus Thierschs Ehe gingen vier Töchter und vier Söhne hervor, von denen zwei bereits im ersten Lebensjahr starben:
Quellen: de.wikipedia.org
Amalie (1858–1938) ⚭ 1879 Adolf von Harnack, Theologe (Großvater des Kinderarztes Gustav-Adolf von Harnack) Justus (1859–1937), Bezirksarzt ⚭ Marie von Hoffmann (* 1864), Tochter des Ministers Karl von Hofmann Johanna (1861–1957) ⚭ 1885 Hermann Rassow (1858–1931), Geheimer Studienrat, promovierter Oberstudiendirektor in Potsdam Agnes (1863–1954) ⚭ 1884 Friedrich Louis Hesse (1849–1906), Professor, Zahnarzt Lina (1864–1943) ⚭ 1884 Hans Delbrück, Historiker Georg (1866–1867) Friedrich (1868–1954) ⚭ Luise Patzki (* 1870) Ernst (1869–1870)
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== Leben == Nach dem Abschluss am (heutigen) Wilhelmsgymnasium München 1838 und einem zweijährigen vorbereitenden Kurs (Biennium) nahm Thiersch in München das Studium der Medizin auf. Der Chirurg Louis Stromeyer gehörte zu seinen Lehrern. 1843 beendete Thiersch das Studium erfolgreich und promovierte mit einer arzneiwissenschaftlichen Arbeit, die naturphilosophisch beeinflusst war. Anschließend begab er sich zur weiteren Ausbildung nach Berlin an die Klinik des Chirurgen Johann Friedrich Dieffenbach (1792–1847) und nach Wien an die Klinik von Josef von Škoda. 1844 bis 1846 absolvierte Thiersch seine Assistentenzeit bei Franz Christoph von Rothmund (1801–1891) an der Chirurgischen Klinik des Allgemeinen städtischen Krankenhauses in München und wurde 1845 als Arzt approbiert. Den Abschluss dieser Ausbildungsphase bildete ein Studienaufenthalt in Paris. Seit 1847 Prosektor für Pathologische Anatomie an der Universität München, habilitierte Thiersch sich 1849 mit einer Arbeit über Wundeiterung und Blutvergiftung. Für den pathologisch-anatomischen Unterricht führte er das Mikroskop ein. Wie Ludwig von Buhl pflegte er, wie später auch Otto von Bollinger, die 1844 von Anton Förg in München eingerichteten pathologisch-anatomischen Demonstrationen. 1850 nahm er mit seinem Lehrer Stromeyer sowie Bernhard von Langenbeck, Johann N. Nußbaum und Esmarch als Militärarzt am Schleswig-Holsteinischen Krieg teil, um kriegschirurgische Erfahrungen zu sammeln. Nach der Rückkehr nach München wurde Thiersch 1853 zum außerordentlichen Professor ernannt.
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=== Erlangen === Im Jahr 1854 nahm er einen Ruf als ordentlicher Professor für Chirurgie und Augenheilkunde an die Universität Erlangen an. 1861/62 war er dort Rektor. Er widmete sich dem Hautkrebs und der Wundheilung. Seine histologische Technik und seine Injektionsmethode erlaubten die Herstellung mustergültiger Präparate, die auch im Ausland sehr geschätzt wurden.
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